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Wirkstoffe

Was bewirken Peptide auf der Haut?

Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, den Bausteinen der Proteine. In der Hautpflege sind sie reizarme Inhaltsstoffe, die Kollagen, Festigkeit und feine Linien unterstützen sollen.

Kurz gesagt

Geeignet für
Feine Linien und nachlassende Festigkeit, empfindliche Haut, die Retinol nicht verträgt
Übliche Konzentration
Je nach Peptid schon in sehr geringen Mengen wirksam (von ppm bis wenige Prozent)
Wann
Morgens und/oder abends, im Serumschritt
Passt gut zu
Hyaluronsäure, Niacinamid, Ceramide, Retinol (in separater Schicht), Sonnenschutz
Vorsicht
Kupferpeptide besser nicht gleichzeitig mit starken Säuren und reinem Vitamin C verwenden

Was sind Peptide?

Peptide sind kurze Ketten aus zwei bis fünfzig Aminosäuren. Kosmetische Peptide werden nach ihrer Aufgabe eingeteilt: Signalpeptide, die die Haut zur Kollagenbildung anregen sollen (z. B. Palmitoyl Pentapeptide-4), Trägerpeptide, die Mineralien wie Kupfer transportieren (Copper Tripeptide-1), und Peptide, die Signale an die Mimikmuskeln abschwächen sollen (Acetyl Hexapeptide-8, Argireline).

Wirkung auf die Haut

Signalpeptide sollen die Kollagen- und Elastinbildung unterstützen; einige Studien berichten bei regelmäßiger Anwendung über Verbesserungen bei feinen Linien und Festigkeit. Kupferpeptiden wird eine unterstützende Wirkung auf die Regeneration zugeschrieben. Ihr größter Vorteil: Sie reizen deutlich weniger als Retinoide. Die Datenlage ist aber schwächer als bei Retinoiden, und das Ergebnis hängt stark von der Formulierung ab.

Anwendung

Peptid-Serum auf saubere Haut auftragen, danach eincremen. Morgens und abends möglich. Zur Kombination mit Retinol abends erst Retinol und darüber eine Peptid-Creme auftragen oder das Peptid auf den Morgen verlegen. Rechne mit mindestens 8–12 Wochen regelmäßiger Anwendung.

Worauf du achten solltest

Peptide sind meist sehr gut verträglich. Starke Säuren mit niedrigem pH-Wert können manche Peptide abbauen, verwende sie daher zu unterschiedlichen Zeiten. Kupferpeptide nicht gleichzeitig mit reiner L-Ascorbinsäure verwenden. Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft sind begrenzt; frag deine Ärztin oder deinen Arzt.

Häufige Fragen

Peptide oder Retinol?

Retinol ist besser erforscht und meist stärker, kann aber reizen. Für empfindliche Haut, die Retinol nicht verträgt, sind Peptide eine sanfte Alternative oder Ergänzung.

Wirkt Argireline wie Botox?

Nein. Acetyl Hexapeptide-8 soll Mimikfalten leicht glätten, kommt aber nicht annähernd an die Wirkung von injiziertem Botulinumtoxin heran.

Ab welchem Alter ein Peptid-Serum?

Es gibt keine Altersgrenze. Meist ergänzt man es, wenn Festigkeit nachlässt und feine Linien auftauchen, oft ab Anfang 30.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine medizinische Beratung. Wenn du eine Hauterkrankung hast, schwanger bist oder regelmäßig Medikamente nimmst, sprich vor einem neuen Wirkstoff mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen.

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