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Wirkstoffe

Was ist Niacinamid und was bewirkt es?

Niacinamid ist die in der Hautpflege verwendete Form von Vitamin B3. Fast jeder Hauttyp verträgt es, und es wirkt auf mehrere Probleme gleichzeitig. Deshalb gehört es zu den beliebtesten Wirkstoffen.

Kurz gesagt

Geeignet für
Fettige und Mischhaut, vergrößert wirkende Poren, Pigmentflecken und ungleichmäßiger Teint, empfindliche Haut mit Rötungen
Übliche Konzentration
2–5 % reichen für die meisten; 10 %-Produkte sind verbreitet, können aber bei empfindlicher Haut brennen
Wann
Morgens und/oder abends, als Serum nach der Reinigung
Passt gut zu
Hyaluronsäure, Ceramide, Retinol, Vitamin C, Sonnenschutz
Vorsicht
Keine besondere Einschränkung; bei Rötungen durch hoch dosierte Produkte eine niedrigere Konzentration wählen

Was ist Niacinamid?

Niacinamid (Nicotinamid) ist eine wasserlösliche Form von Vitamin B3. Es ist ein Baustein von NAD+, einem Molekül, das an der Energiegewinnung der Zellen beteiligt ist. In der Kosmetik steckt es in Seren, Tonern und Feuchtigkeitscremes; es ist stabil und wird durch Licht und Luft kaum beeinträchtigt.

Wirkung auf die Haut

Studien zeigen, dass Niacinamid die Bildung von Ceramiden und anderen Barriere-Lipiden unterstützt und so den Feuchtigkeitsverlust verringert. Bei fettiger Haut hilft es, die Talgproduktion zu senken, und lässt Poren kleiner wirken.

Da es den Transport von Pigment in die oberen Hautschichten bremst, wird es auch bei Pigmentflecken und ungleichmäßigem Teint eingesetzt; die Wirkung baut sich über Wochen auf. Wegen seiner beruhigenden Eigenschaften ist es bei zu Rötungen und Unreinheiten neigender Haut beliebt.

Anwendung

Nach der Reinigung einige Tropfen Serum auf dem ganzen Gesicht verteilen, danach Feuchtigkeitscreme auftragen. Es kann ein- oder zweimal täglich verwendet werden. Ergebnisse zeigen sich meist nach 4–8 Wochen regelmäßiger Anwendung.

Mehr Prozent bedeutet nicht bessere Ergebnisse. Produkte um 5 % reichen den meisten; ab 10 % kann es vor allem bei empfindlicher Haut zu vorübergehender Rötung oder Brennen kommen.

Worauf du achten solltest

Niacinamid gehört zu den am besten verträglichen Wirkstoffen. Selten kann es Rötung, Juckreiz oder ein Wärmegefühl auslösen; dann seltener verwenden oder eine niedrigere Konzentration wählen. Die äußerliche Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit gilt allgemein als sicher, sprich aber trotzdem mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Häufige Fragen

Kann man Niacinamid mit Vitamin C kombinieren?

Ja. Die Annahme, dass sie sich gegenseitig aufheben, stammt aus alten Versuchen bei sehr hohen Temperaturen. In heutigen Formulierungen kann man sie zusammen oder nacheinander in derselben Routine verwenden.

Hilft Niacinamid gegen Akne?

Weil es Talg reduziert und Rötungen beruhigt, kann es bei leichter bis mittlerer Akne helfen. Bei schwerer oder narbenbildender Akne reicht es allein nicht; geh zur Dermatologin oder zum Dermatologen.

Wie lange dauert es, bis Niacinamid wirkt?

Effekte auf Talg und Feuchtigkeit zeigen sich nach einigen Wochen; Veränderungen bei Pigmentflecken und Teint meist nach 8–12 Wochen regelmäßiger Anwendung.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine medizinische Beratung. Wenn du eine Hauterkrankung hast, schwanger bist oder regelmäßig Medikamente nimmst, sprich vor einem neuen Wirkstoff mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen.

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